Relief Plastik titel

Passionsreliefs

Im Rahmen der Passionsandachten 2009 in Helmbrechts entstanden die folgenden Reliefs. .

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer

Judas

Judas

Kaiphas

Kaiphas Hoher Priester

Maria Magdalena

Maria Magdalena

Besonderer Dank gebührt der Gemeindeleitung der Evang. Kirchengemeinde Helmbrechts, die mir die Freiheit lies die Passionsandachten in Relief und Texten zu gestalten. .

Ich fertigte diese aus Styropor im Warmschnittverfahren und beschichtete diese dann in zwei Schichten

Hauptmann vom Kreuz

Der Hauptmann vom Kreuz

Johannes der Jünger

Johannes der Jünger

Petrus

Petrus

Kreuz Karfreitag

Das Karfreitagskreuz

Ein besonderes Highlight war die Kirchenmusik mit der Chorleitung Gerd Koppitz, der den einzelnen Themenfiguren auch ein musikalisches Echo am Karfreitagsgottesdienst gab,

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Presse:

Arikel aus der Frankenpost Erschienen am 11.04.2009

Passionsfiguren - handgeschnitzt

 Helmbrechts - So mancher Besucher des Ostergottesdienstes in der Johanniskirche in Helmbrechts wird staunen: Ihm präsentieren sich Johannes der Täufer, Kaiphas, Petrus, Judas, Maria Magdalena, der Jünger Johannes und der Hauptmann vom Kreuz in Form von Reliefs, die erst auf den zweiten Blick hin erkennen lassen, dass sie nicht aus Stein, sondern aus Styropor gearbeitet sind. Spielend leicht lassen sich dieses Schwergewichte der biblischen Geschichte heben, versetzen und von allen Seiten betrachten. Und genau das haben in den letzten sieben Wochen Männer und Frauen, Jugendliche und Senioren getan, wenn sie sich am Mittwochabend in der Kirche zusammenfanden.

"Es geht darum, sich mit den Personen, die bei der Passion eine besondere Rolle spielen, auseinanderzusetzen", erklärt Diakon Robert Kathmann, Schöpfer der Reliefs. Die Idee sei geboren worden, als man überlegte, was man anstelle der Fastenaktion "Sieben Wochen ohne" den Gemeindemitgliedern anbieten könne. Kathmann, handwerklich und künstlerisch begabt, fiel die Rolle des Schnitzers zu. "Ich habe schon immer gern mit Styropor gearbeitet", sagt er. "Das Material ist wunderbar leicht, wenn auch nicht ganz so leicht zu bearbeiten."

Unterschiedliche Symbole

In verschiedenen Schichten hat er die Figuren aus dem porösen Material herausgearbeitet und ihren Symbolgehalt durch markante Schnitte deutlich gemacht. Johannes der Täufer trägt Schriftrollen und eine Fußkette. Kaiphas zerreißt sein Kleid. Petrus ist mit Hahn und Schwert dargestellt, Judas mit weggeworfenem Beutel und Strick. Maria Magdalena werden Salben und Binden beigefügt - schließlich gehörte sie zu jenen, die Jesu Leichnam fürs Grab herrichteten, ebenso wie der Jünger Johannes, der mit Tuch und Dornenkranz erscheint. Der Hauptmann vom Kreuz hat all seine Abzeichen niedergelegt.

Was bewegte Kathmann, seine Figuren gerade so und nicht anders darzustellen? "Ich habe mich jeweils eine Woche lang innerlich mit der jeweiligen Person beschäftigt, auch mit ihrer Historie", erläutert der Diakon. "Am Dienstag wurde geschnitzt, und da floss dann alles mit ein." Am Mittwochabend stellte er die neue Figur dann dem Kreis von jeweils etwa 30 Besuchern vor.

 

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"Nicht, dass das eine Ein-Mann-Show gewesen wäre", sagt Kathmann bescheiden. "Andere Hauptamtliche waren da gleichermaßen beteiligt, es gab eine Liturgie mit Lesung, Andacht, Musik." Bei Kerzenlicht saßen die Teilnehmer in der Runde beisammen und lenkten ihre Gedanken auf das Geschehen. Was mag in den Weggefährten Jesu vorgegangen sein?

Bedeutung auch im Alltag

So wurden die Figuren lebendig, wurden in die Gegenwart transferiert: "Ich habe euch was zu erzählen . . ." Johannes der Täufer etwa verlor die Spur. Mit Christus kann er neue Wege gehen, und er ruft auf zur Umkehr und Buße. Kaiphas erstarrt in Vorurteilen. Er bekennt: "Mit Christus kann ich die Welt neu sehen", und mahnt: "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet." Petrus handelt oft impulsiv, aus dem Bauch heraus. In Christus findet er sein Fundament - und er entdeckt, dass Liebe mehr ist. Judas zweifelt und verzweifelt. Jesus hat ihm dazu verholfen, über den eigenen Horizont hinaus zu sehen. Er hat Angst. Sein Trost: Jesus hat die Welt überwunden.

Maria Magdalena verlor ihre Identität und steht nach Jesu Tod wieder mit leeren Händen da. Doch sie bleibt mit ihm verbunden: "Mit Christus gehe ich nicht verloren." Der Jünger Johannes scheut die Verantwortung. Jesus ist ihm ein Halt, mit ihm ist nichts unmöglich. Für ihn steht das biblische Votum: "Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan." Der Hauptmann am Kreuz schließlich ist gefangen in seinem System. Christus befreit ihn, und er erkennt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

Auch an diesem Sonntag wird in der Kirche der Kreuzweg lebendig am Beispiel der Passionsfiguren.

Von Lisbeth Kaupenjohann


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Der Fürbittenaltar ist nach dem 11. September 2001 mit Jugendlichen entstanden.

Er stand in der Kapelle Maria&Martha der Evang. Kirchengemeinde Haunstetten.